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2005-158 [2017/06/19 10:44]
admin
2005-158 [2019/03/09 17:42] (aktuell)
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 +* Erläuterungen zum Inventar siehe [[Legende]]
  
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 +==== Objekt-Nr. 2005-158 ====
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 +===== Rudall Carte & Co., London ​  / GB =====
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 +===== Zylindrische Flöte in C, Silber =====
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 +===== Modell Patent 1851, Nr. 3477 =====
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 +===== um 1903 =====
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 +{{ :158-1.jpg |}}
 +{{:​158-2.jpg?​300|}}{{ :​158-6.jpg?​60|}}{{ :​158-7.jpg?​180|}}{{ :​158-3.jpg?​180|}}{{ :​158-5.jpg?​180|}}
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 +**Konstruktion:​** Silber. C-Fuss. Kopfstück mit walzenförmiger Mundlochpartie aus Holz, mit Ummantelung aus Silber, graviert. Mundloch oval. Klappendeckel geschlossen. G inline; Gis offen. C/D- und Cis/​Dis-Triller (rH 1). Zusätzlicher Hebel für B (rH 3). Zusätzlicher Hebel für F (rH 1). 
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 +**Masse:** Lt 66.4 / Ls 60.0 / DM 19.0 / ML 11.75 x 10.25 / A1 = ca. 440 Hz
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 +**Signatur:​** auf Korpus / RUDALL CARTE & Co. / 23 BERNERS ​ STREET / OXFORD ​ STREET / LONDON / 1851 PATENT /. Auf Rückseite des Rohres (sehr klein) / 3477 /.
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 +Herstellungsdatum unklar: Gemäss Auftragsbuch der Firma RC wurde Nr. 3477 von einem Mr. Ounsted gebaut und 1903 an einen Mr. J.H. Bowman verkauft. Allerdings entspricht vorliegendes Instrument nicht der im Auftragsbuch von RC beschriebenen Flöte mit dieser Nummer (Auskunft R. Bigio, London).
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 +Etui original ​
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 +|**Zustand:​**| 3|
 +|**Spieleigenschaften:​**| 3| heller,​ fokussierter Klang, volle Tiefe. Intonation gut, D2 etwas hoch. Erfordert spezielle Griffe|
 +|**Seltenheit:​**| 2|
 +**Hersteller:​** Näheres zur Firma Rudall Carte & Co. siehe [[2010-106]].
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 +Mit dem Konzept seines Modells ‚Patent 1851‘ suchte Richard Carte die Vorzüge der neuen Böhmflöte mit den vertrauten Griffen der herkömmlichen Instrumente zu vereinen sowie zusätzliche Griffoptionen zu schaffen: Bleiben alle Klappen offen, ​ ertönt D; für Cis muss H-Klappe (Daumen ​ lH) geschlossen werden. H kann auch mit Fis-Klappe (rH 1), B (üblicherweise mit  2. Daumenklappe) auch mit einem Zusatzhebel (rH 3) gegriffen werden. Für F bestehen vier Alternativen:​ Hebel Lang-F (lH 4); Hebel Kurz-F (rH 3); spezieller halbmondförmiger F-Hebel neben Fis-Klappe (rH 1); ‚Barockgriff‘ (lH D + 1 - 3, rH 1 + 3 + 4). Im Vergleich mit dem ursprünglichen Böhmsystem erleichtern diese Besonderheiten verschiedene Griffkombinationen,​ insbesondere in den Kreuz-Tonarten. - Nach Robert Bigio erscheint das vorliegende Instrument in verschiedener Hinsicht als ungewöhnlich:​ unklare Serien-Nummer und damit fragliches (spätes!) Herstellungsjahr;​ untypisch ​ tiefe Stimmung; bei diesem Modell bisher unbekannter spezieller F-Klappenhebel.
  • (Externe Bearbeitung)