* Erläuterungen zum Inventar siehe Legende

Objekt-Nr. 2005-163

Boosey & Co., London / GB

Zylindrische Flöte in C, Ebonite

Typus ‚Old System‘, Nr. 21'547

1921

Konstruktion: Ebonite. C-Fuss. Kopfstück ohne eingelegtes Metallrohr; mit Korkspindel und Indexstift (Metall). 15 Klappen (inkl. 2 Ringklappen) aus Neusilber: acht offenstehend, an Achsen; fünf geschlossen, einzelstehend.

Masse: Lt 64.0 / Ls 57.1 / Dm 18.1 – 19.0 / ML 10.3 x 11.7 / A1 = 450 Hz

Signatur: auf Kopfstück / BOOSEY & Co. / LONDON / 21547 /. Auf Korpus / BOSEY & Co. / MAKERS / LONDON / 21547 /.

Zustand: 2 = Gebrauchsspuren. Ebonite grünlich verfärbt
Spieleigenschaften: 2 = flacher Klang. Intonation eher schwierig
Seltenheit: 2

Hersteller: Als erstes ‚Hybrid-Modell‘, das die Vorzüge des Böhm-Systems - u.a. starker und homogener Klang; verbesserte Intonation - mit der gewohnten Griffweise der bisherigen konischen Mehrklappenflöten verband, entwickelte Richard Carte um 1851 sein ‚Old System‘ Modell (s. 2017-242). Er versah das zylindrische Rohr mit grossen und akustisch korrekt positionierten Tonlöchern und mit einer Klappenmechanik, welche durch eine Kombination von offenstehenden und geschlossenen Klappen die herkömmlichen Griffe weitgehend bewahrte. Diese ‚Old System’-Flöten waren in England sehr populär und wurden neben Rudall Carte & Co. auch von zahlreichen anderen Firmen produziert.

Die Firma Boosey, gegründet 1851, war einer der bedeutendsten Hersteller von Blech- und Holzblasinstrumenten in England und beschäftigte gegen Ende des 19. Jhdt rund 100 Mitarbeiter. 1930 fusionierte die Firma mit ihrem wichtigsten Konkurrenten Hawkes zu ,Boosey & Hawkes‘, unter welchem Namen das Unternehmen bis nach 1950 existierte. 1943/44 übernahm B & H die schwächelnde Firma Rudall Carte & Co., 1948 ebenfalls Besson & Co, damals einer der grössten Hersteller von Blechblasinstrumenten in England. – Die Flöte Nr. 21'547 wurde gem. Werkstattbüchern von Boosey & Co. (Horniman-Museum, London) im Jahr 1921 gebaut.

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