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2005-93 [2017/06/13 21:01]
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2005-93 [2018/12/02 09:57] (aktuell)
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 |**Spieleigenschaften:​**| 3| heller,​ brillanter Klang. Intonation gut| |**Spieleigenschaften:​**| 3| heller,​ brillanter Klang. Intonation gut|
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-**Hersteller:​** Louis Emile Jérome Thibouville – Lamy (1833 – 1902). Nähere Angaben zum Hersteller siehe  ​entstammte einer weitverzweigten Instrumentenbauer-Dynastie,​ deren Wurzeln bis ins 17. Jhdt zurückreichen. Jérome Th. heiratete 1861 Marguerite Hyacinthe Lamy, eine Cousine seiner bisherigen Geschäftspartner,​ und benannte danach seine Firma ‚Thibouville – Lamy‘ (JT-L). Das Stammhaus in Mirecourt produzierte Streichinstrumente in einer breiten Qualitäts- und Preisspanne,​ beschäftigte gegen Ende des 19. Jhdt rund 1‘000 Leute und hatte einen Ausstoss von über 150‘000 Instrumenten. JT-L erweiterte seine Produktepalette um Blasinstrumente und mechanische Instrumente und gründete oder übernahm Werkstätten und (später) Fabriken in Paris, La Couture und Ivry-la-Bataille. Das Stammhaus in Mirecourt musste seine Produktion 1968 aus wirtschaftlichen Gründen einstellen, nachdem bereits der 2. Weltkrieg einen starken Einbruch bewirkt hatte.+**Hersteller:​** Louis Emile Jérome Thibouville – Lamy (1833 – 1902) entstammte einer weitverzweigten Instrumentenbauer-Dynastie,​ deren Wurzeln bis ins 17. Jhdt zurückreichen. Jérome Th. heiratete 1861 Marguerite Hyacinthe Lamy, eine Cousine seiner bisherigen Geschäftspartner,​ und benannte danach seine Firma ‚Thibouville – Lamy‘ (JT-L). Das Stammhaus in Mirecourt produzierte Streichinstrumente in einer breiten Qualitäts- und Preisspanne,​ beschäftigte gegen Ende des 19. Jhdt rund 1‘000 Leute und hatte einen Ausstoss von über 150‘000 Instrumenten. JT-L erweiterte seine Produktepalette um Blasinstrumente und mechanische Instrumente und gründete oder übernahm Werkstätten und (später) Fabriken in Paris, La Couture und Ivry-la-Bataille. Das Stammhaus in Mirecourt musste seine Produktion 1968 aus wirtschaftlichen Gründen einstellen, nachdem bereits der 2. Weltkrieg einen starken Einbruch bewirkt hatte.
  
 Das vorliegende Instrument entspricht mit seinen an Achsen montierten Klappen, dem C-Fuss und zusätzlichen (Triller-)Klappen einer Weiterentwicklung des französischen (5 Klappen -)Flötentypus,​ an welchem Jean-Louis Tulou (1786 - 1865) bis zu seiner Pensionierung 1856 am Pariser Konservatorium festhielt, das er aber quasi als ‚Gegenentwurf‘ zum immer beliebteren Boehm-System bis zu seinem ‚Modèle perfectionnée‘ von 1840 weiter entwickelte. Das vorliegende Instrument entspricht mit seinen an Achsen montierten Klappen, dem C-Fuss und zusätzlichen (Triller-)Klappen einer Weiterentwicklung des französischen (5 Klappen -)Flötentypus,​ an welchem Jean-Louis Tulou (1786 - 1865) bis zu seiner Pensionierung 1856 am Pariser Konservatorium festhielt, das er aber quasi als ‚Gegenentwurf‘ zum immer beliebteren Boehm-System bis zu seinem ‚Modèle perfectionnée‘ von 1840 weiter entwickelte.