* Erläuterungen zum Inventar siehe Legende

Objekt-Nr. 2006-171

Friedrich August Lederer, Schöneck / D

Konische Flöte in C, Holz mit Metallkopf

Typus Reform-Flöte nach Schwedler

anf. 20. Jhdt

Konstruktion: Grenadill. 3-teilig. H-Fuss. Kopfstück Neusilber, mit Stimmzug. Mundplatte aus Hartgummi, mit Schwedler – Mundloch. 20 Klappen aus Neusilber. Cis-Brille. D3/E3-Triller. G3/A3-Triller. Zusatzhebel für B-Klappe; 2. Zusatzhebel hierzu (rH 1) mit separtem Tonloch für E3/F3-Triller. Säulchenlagerung; Achsen geschraubt. Keine D- und F-Mechanik. F wird herkömmlich mit Lang- und Kurz-F - Klappen erzeugt.

Masse: Lt 71.5 Ls 64.0 / Dm 19.5 – 11.8 / ML 12.4 x 9.8 / A1 = 435 Hz

Signatur: nur auf dem Fussteil / (in Oval) A. LEDERER / SCHÖNECK i. S. /.

Etui original

Zustand: 2 = alte Polster
Spieleigenschaften: 2 = weicher, etwas nasaler Klang; nicht optimal (alte Polster). Intonation gut
Seltenheit: 2

Hersteller: Näheres zur Reformflöte und zu Maximilian Schwedler siehe 2008-172.

Friedrich August Lederer (1839 – 1922) begann 1865 in Schöneck (Sachsen) unter seinem Namen Holzblasinstrumente von hoher Qualität zu bauen. Er gehörte zu den ersten Instrumentenbauern im Vogtland, welche neben den traditionellen Mehrklappenflöten auch die Reform-Flöte nach Schwedler und die damals in Deutschland noch wenig populäre Böhmflöte anboten. 1994 gingen Name und Produktion an die Firma Hammig über, doch führt der Bass- und Altflötenbauer Michael Lederer die Familientradition heute in 5. Generation weiter.

Die vorliegende Flöte von Lederer wurde in sehr ähnlicher Form auch von Firmen wie etwa G. H. Hüller (Schöneck) und Mollenhauer (Fulda) gebaut. Das vorliegende Modell verfügt als Charakteristika für den Schwegler’schen (Reform-) Flötentypus neben den Trillern D3/E3 und G3/A3 u.a. auch über die sog. Cis-Brille (zusätzliches kleines Tonloch zwischen den Ringklappen für lH 1 und 2; schärft das tedenziell zu tiefe Cis).

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