* Erläuterungen zum Inventar siehe Legende

Objekt-Nr. 2007-144

Otto Mönnig, Leipzig / D

Zylindrische Böhmflöte in C, Holz

Modell ‚Orthoton’, Nr. 6682

1. Hälfte 20. Jhdt

Konstruktion: Grenadill. C-Fuss. Kopfstück mit ‚Reform’-Mundloch nach Otto Mönnig. Kappe geschraubt. Mechanik Neusilber, versilbert; Klappendeckel geschlossen. G offset; Gis offen. C/D- und Cis/Dis-Triller. C/H- und H/B-Triller mit je separatem Hebel für rH 1. Tonlöcher seitlich in der Längsachse des Rohres ausgeschnitten. Demontable Handstütze.

Masse: Lt 66.5 / Ls 60.0 / Dm 18.7/ ML 12.0 x 10.2 / A1 = ca. 435 Hz

Signatur: auf Kopfstück / (Krone zwischen 2 Sternen) / OTTO MÖNNIG / LEIPZIG / (Monogramm) OM / „ORTHOTON“ / (Stern) /. Auf Korpus / (Stern) / D. R. PATENT / MODELL / 1919 / „ORTHOTON“ / (Krone zwischen 2 Sternen) / OTTO MÖNNIG / LEIPZIG / (Monogramm) OM / 6682 /. Auf Fussteil / „ORTHOTON“ /.

Etui original

Zustand: 2 = Kopfstück mit 2 reparierten Rissen
Spieleigenschaften: 3 = voller, offener Klang. Intonation gut, Quinte D-A etwas eng
Seltenheit: 2

Hersteller: Otto Mönnig (1862 – 1943) repräsentierte in 4. Generation eine bekannte sächsische Musikinstrumentenmacher-Dynastie. Er zog um 1891 von Markneukirchen nach Leipzig, wo er erst zusammen mit seinem Bruder Moritz Max Mönnig (s. 2008-173), ab 1904 dann selbständig seine Werkstatt führte. Die Bezeichnung ‚Orthoton’ führte Otto Mönnig 1911 für seine Querflöten von gehobener Qualität ein. Die Bezeichnungen D. R. PATENT dürfte sich auf das MODELL 1919 beziehen, dessen Tonlöcher seitlich in der Längsachse des Rohres etwas ausgeschnitten sind und damit zu einem grösseren Ton beitragen sollen. - Das vorliegende Instrument verkörpert mit seiner soliden Mechanik, den grossen Tonlöchern und kräftigem Ton die typische deutsche Böhmflöte des frühen 20. Jhdt. Nach ‚The New Langwill Index‘ beginnen Mönnigs Seriennummern 1917 mit der Zahl 6000 und enden 1947 bei 8100.

  • von admin