* Erläuterungen zum Inventar siehe Legende

Objekt-Nr. 2008-139 D

Au Diapason, Paris / F

Zylindrische Böhmflöte in C, Neusilber, mit Ringklappen

anf. 20. Jhdt

Konstruktion: Neusilber, vernickelt (?). C-Fuss. Ringklappen-Mechanik. Kamine gelötet, unter Ringklappen und Deckelklappen von unterschiedlicher Form. Tonlöcher kleiner als bei Böhmflöten mit Deckelklappen (Ausnahme Fussteil). G inline; Gis geschlossen. C/D- und Cis/Dis-Triller. Zusatzhebel für B.

Masse: Lt 68.0 / Ls 60.2 / Dm 19.0 / ML 12.2 x 10.0 / A1 = ca. 440 Hz

Signatur: nur auf Kopfstück / AU DIAPASON / 102, RUE DE RENNES / PARIS /.

Zustand: 2 = Polster alt. Mundplatte schlecht angelötet. Deutliche Gebrauchsspuren.
Spieleigenschaften: 2
Seltenheit: 2

Hersteller: ‚Au Diapason, Paris’ ist wahrscheinlich ein Händlername; ähnliche Instrumente stellte z. B. die Firma Siour – Chapelain, Paris her. - Die Mechanik des vorliegenden Instrumentes entspricht den ‚anneaux mobiles’ von Auguste Bonneville (Patent 1888), insbesondere im Hinblick auf die Form der Tonkamine. Ringklappenflöten aus Neusilber waren gewichtsmässig etwas leichter, anspruchsloser im Unterhalt (u.a. weniger Polster) und wohl auch billiger in der Anschaffung als die üblichen Böhmflöten mit geschlossenen oder perforierten Klappendeckeln. Das vorliegende Instrument ist von bescheidener Qualität und dürfte wohl in einer Militärkapelle oder Harmoniemusik eingesetzt worden sein.

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