* Erläuterungen zum Inventar siehe Legende

Objekt-Nr. 2008-150

Konstruktion: Korpus Aluminium; Kopfstück und Mechanik Neusilber, versilbert(?). C-Fuss. Korpus ohne separaten Fussteil, aus dickwandigem Aluminiumrohr, an beiden Enden sich verjüngend; silberfarben eloxiert. Tonlöcher (wie bei Holzflöten) in die Rohrwandung eingebohrt. G offset; Gis geschlossen. Klappendeckel geschlossen. E-Mechanik. Regulierschräubchen anstelle von Achsenstiften. C/D- und Cis/Dis-Triller. H/Cis-Triller (mit 2 Tonlöchern). Zusatzhebel für B. Kopfstück lang, mit endständig liegender ‚Reform‘- Mundplatte (nach Otto Mönnig) aus schwarzem Kunststoff.

Masse: Lt 63.0 / Ls 59.6 / Dm 19.0 / BL 11.8 x 10.5 / A1 = 440 Hz

Signatur: auf Korpus / (in Oval) ORIGINAL / G. RUDOLF / x UEBEL x / WOHLHAUSEN / (VOGTLAND) / GERMANY /. Seitlich auf Rückseite des Korpus / 118 67 1151 /.

Etui original

Zustand: 3 leichte Korrosionsspuren an beiden Korpus-Enden
Spieleigenschaften: 3 relativ starker und stabiler, aber wenig flexibler Klang. Intonation gut
Seltenheit: 2

Hersteller: Gerhard Rudolf Uebel (1915 – 1991) gründete seine Werkstatt 1936 und baute vorerst hauptsächlich Klarinetten. Das unkonventionelle, funktional-moderne Konzept dieser Flöte dürfte teilweise bereits in den 40er Jahren entwickelt und zuerst in Holz, ab den 60er Jahren – möglicherweise aus Mangel an Edelhölzern? – in Aluminium umgesetzt worden sein. Das Modell fand dank guter mechanischer und klanglicher Zuverlässigkeit in der DDR und in anderen Ostländern eine beachtliche Verbreitung. 1972 wurde Uebels Firma verstaatlicht und unter anderem Namen weitergeführt. - Die Zahlengruppe 67 beim vorliegenden Instrument bezeichnet wohl das Herstellungsjahr, 1151 die Seriennummer.

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