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 Das vorliegende Modell mit der D.R.G.M.-Nummer 105527 (Deutsches Reichsgebrauchsmuster) wurde 1898 unter der Bezeichnung ‚Reformflöte System Schwedler-Kruspe (Leipzig)‘ eingetragen. Schwedler entwickelte das Instrument - ebenso wie das Nachfolgemodell von 1912 -  in Zusammenarbeit mit Carl Kruspe jun. (1865 – 1929), dem ältesten Sohn und Nachfolger ​ des Firmengründers Friedrich Wilhelm Kruspe. - Das vorliegende Instrument stellt als Modell 1910 eine Weiterentwicklung des Modells von 1898 dar und weist  die meisten Charakteristika der ausgereiften Reformflöte auf, so u.a. Metallkopf mit Schwedler-Mundloch;​ akustisch korrektere Positionierung der Tonlöcher mit entsprechender Klappenmechanik;​ Cis-Brille (zusätzliches Tonloch/​Klappe zur Erhöhung des Cis); Fis-Mechanik (zusätzliches Tonloch/​Klappe zur Erhöhung des Fis); D-Mechanik (zusätzliches Tonloch/​Klappe am Fussteil zur Erhöhung des D). Die F-Mechanik (Fis und F sind beide mit rH 1 zu greifen) zeichnet allerdings erst das Nachfolgemodell 1912 aus – der ‚Rollhebel‘ für rH 1 bei vorliegendem Modell 1910 dient lediglich zum Schliessen eines kleinen Tonloches, um das Fis3 zu korrigieren. Das F wird beim Modell 1910 herkömmlich mit der Lang-F und Kurz-F - Klappe erzeugt. Das vorliegende Modell mit der D.R.G.M.-Nummer 105527 (Deutsches Reichsgebrauchsmuster) wurde 1898 unter der Bezeichnung ‚Reformflöte System Schwedler-Kruspe (Leipzig)‘ eingetragen. Schwedler entwickelte das Instrument - ebenso wie das Nachfolgemodell von 1912 -  in Zusammenarbeit mit Carl Kruspe jun. (1865 – 1929), dem ältesten Sohn und Nachfolger ​ des Firmengründers Friedrich Wilhelm Kruspe. - Das vorliegende Instrument stellt als Modell 1910 eine Weiterentwicklung des Modells von 1898 dar und weist  die meisten Charakteristika der ausgereiften Reformflöte auf, so u.a. Metallkopf mit Schwedler-Mundloch;​ akustisch korrektere Positionierung der Tonlöcher mit entsprechender Klappenmechanik;​ Cis-Brille (zusätzliches Tonloch/​Klappe zur Erhöhung des Cis); Fis-Mechanik (zusätzliches Tonloch/​Klappe zur Erhöhung des Fis); D-Mechanik (zusätzliches Tonloch/​Klappe am Fussteil zur Erhöhung des D). Die F-Mechanik (Fis und F sind beide mit rH 1 zu greifen) zeichnet allerdings erst das Nachfolgemodell 1912 aus – der ‚Rollhebel‘ für rH 1 bei vorliegendem Modell 1910 dient lediglich zum Schliessen eines kleinen Tonloches, um das Fis3 zu korrigieren. Das F wird beim Modell 1910 herkömmlich mit der Lang-F und Kurz-F - Klappe erzeugt.
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 +|Quelle: John Robert Bayley, Maximilian Schwedlers Flute and Flute Playing. Translation and Study of Late Nineteenth-Century German Performance Practice. Thesis, School of Music, Evanston/​Illinois,​ 1987|