* Erläuterungen zum Inventar siehe Legende

Objekt-Nr. 2009-161

Rudall Carte & Co., London / GB

Zylindrische Flöte in A (?), Holz

Modell Guard, Nr. 6735

1921

Konstruktion: Grenadill. 2teilig. D-Fuss (klingend H). Kopfstück verdünnt, Mundlochplatte hervorstehend; Mundloch oval. Eingelegtes Metallrohr. Klappen und Mechanik Neusilber. G (klingend E) offline; Gis (klingend F) geschlossen.

Masse: Lt 39.0 / Ls 32.3 / Dm 13.2 ; Kopf: 11.8 – 12.8 / ML 11.9 x 9.9 / A1 (klingend Fis1) = ca. 440 Hz

Signatur: auf Kopfstück / (Krone) / RUDALL / CARTE & Co Ltd. / LONDON /. Auf Korpus / (Krone) / RUDALL / CARTE & Co Ltd. / LONDON / BERNERS STREET / OXFORD STREET / LONDON / 6735 /. Auf Fussende / WELLINGTON /.

Herstellungsjahr gemäss Vorbesitzer: Fertigstellung am 21. Juni 1921

Etui original

Zustand: 2 = Gebrauchsspuren. Reparierter Riss im Kopfstück
Spieleigenschaften: 3 = sehr eigener, heller Klang. Intonation unterschiedlich, einzelne Oktaven zu klein. Erfordert spezielle Griffe
Seltenheit: 2

Hersteller: Näheres zur Firma Rudall Carte & Co. siehe 2010-106.

Bis zum Ende des 19. Jhdt spielten die meisten der traditionellen Guard‘s Bands der Britischen Armee, aber auch die zahlreichen Flute Bands in Nordirland auf einfachen klappenlosen oder 1-klappigen Pfeifen, allenfalls auch auf herkömmlichen mehrklappigen (konischen) Instrumenten. Um im mehrstimmigen Zusammenspiel die Intonation der meist in Es, B und F gestimmten Flöten zu verbessern, wechselten viele dieser Formationen anfangs des 20. Jhdt auf die (zylindrischen) Böhm-Instrumente, resp. auf deren ‚Hybridformen‘ der Firma Rudall Carte & Co. Die vorliegende Flöte in A (?) – üblicherweise das Melodie-führende Instrument innerhalb der Band - repräsentiert das 'Modell Guard' von Rudall Carte, eine Abwandlung (u.a. geschlossenes statt offenes Gis) des äusserst populären Modells 'Patent 1867'. Das Instrument stammt aus der – heute nicht mehr existierenden - Wellington Flute Band (Belfast), die zu ihren besten Zeiten rund 40 Mitglieder zählte.

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