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 **Hersteller:​** Instrument aus der Werkstatt von Johann Joseph Ziegler sen. (1795 – 1858), ​ der sein Handwerk bei Stephan Koch erlernte (s. [[2012-84]]). Nach seinem Tod führte Sohn Johann Baptist jun. (1824 – 1879), nach dessen Ableben frühere Angestellte den Betrieb bis 1895 weiter. Die Zieglerschen Blasinstrumente - nebst Flöten auch Klarinetten und Fagotte – genossen Weltruhm. ​ Als ‚Ziegler-System’ waren sie Vorbild für viele Nachahmungen,​ insbesondere in Italien, und sollen dank ihrer Qualitäten lange Zeit die Akzeptanz des Böhm-Systems verzögert haben. **Hersteller:​** Instrument aus der Werkstatt von Johann Joseph Ziegler sen. (1795 – 1858), ​ der sein Handwerk bei Stephan Koch erlernte (s. [[2012-84]]). Nach seinem Tod führte Sohn Johann Baptist jun. (1824 – 1879), nach dessen Ableben frühere Angestellte den Betrieb bis 1895 weiter. Die Zieglerschen Blasinstrumente - nebst Flöten auch Klarinetten und Fagotte – genossen Weltruhm. ​ Als ‚Ziegler-System’ waren sie Vorbild für viele Nachahmungen,​ insbesondere in Italien, und sollen dank ihrer Qualitäten lange Zeit die Akzeptanz des Böhm-Systems verzögert haben.
  
-Die Ziegler-Flöten sind typische Vertreter des spezifischen Wiener Stils, welchen die Werkstätten von Stephan Koch und Johann J. Ziegler ​ entwickelt hatten. In Anlehnung an Richard Potters Instrumente (siehe z.B. [[2009-68]]) weisen sie ein metallgefüttertes Kopfstück, einen graduierten Stimmzug und Zinnpolster auf – letztere fehlen allerdings beim vorliegenden Instrument. Weitere Merkmale sind die konische Bohrung mit starker Steigung und - zumindest bei den besseren Instrumenten – die Muschel-förmig verzierten Klappendeckel sowie die metallgefütterten Tonlöcher und Lagerböcke. ​+Die Ziegler-Flöten sind typische Vertreter des spezifischen Wiener Stils, welchen die Werkstätten von Stephan Koch und Johann J. Ziegler ​ entwickelt hatten. In Anlehnung an Richard Potters Instrumente (siehe z.B. [[2009-68]]) weisen sie ein metallgefüttertes Kopfstück, einen graduierten Stimmzug und Zinnpolster auf – letztere fehlen allerdings beim vorliegenden Instrument. Weitere Merkmale sind die konische Bohrung mit starker Steigung und - zumindest bei den besseren Instrumenten – die Muschel-förmig verzierten Klappendeckel sowie die metallgefütterten Tonlöcher und Lagerböcke ​( s. [[2014SB-88]] und [[2014SB-87]])