* Erläuterungen zum Inventar siehe Legende

Objekt-Nr. 2014SB-119

KLANGBEISPIEL Philippe Gaubert (1879 - 1941) Madrigal

Konstruktion: Silber. Kopfstück und Garnituren vergoldet. C-Fuss. Kopfstück, Korpus und Fussteil gelötet; Kamine gelötet. Kopfstück gekürzt, mit eingeritzten Markierungen für Stimmung. Korkspindel und Indexstift aus Holz, mit Käppchen aus vergoldetem Silber. Klappendeckel perforiert. G inline. Dorus – Gis. C/D- und Cis/Dis-Triller. Zusatzhebel für H.

Masse: Lt 66.5 / Ls 58.5 / Dm 19.0 / ML 11.8 x 9.7 / A1 = ca. 450 Hz. Wenn Kopfstück um 1.5cm ausgezogen (unterste Markierung): A1 = ca. 440 Hz

Signatur: Kopfstück / L. L / LOUIS LOT / PARIS / 606 / BREVETE /. Korpus / L. L. / LOUIS-LOT. / PARIS. / 606 / BREVETE /. Am obersten Teil des Korpus angebrachte Platte in Gold (?) mit Monogramm / L /.

Etui original; mit Monogramm / L /.

Zustand: 2 Stark gekürztes Kopfstück
Spieleigenschaften: 3 heller, strahlender, aber etwas flacher Klang. Intonation am besten auf ca. 430 Hz
Seltenheit: 3 Frühes Exemplar aus der Lot-Manufaktur; Repräsentant des ersten Modells. Aus dem zeitlichen Umfeld von L. Dorus (Besitzer der Nr. 600). Fein gearbeitet (365 gr), mit individuellen Aufwertungen.

Hersteller: Nähere Angaben zu Louis Lot (1807 – 1896) und seinen Nachfolgern siehe 2014SB-117.

Die Seriennummer 606 erscheint nicht explizit in den Werstattbüchern von L. Lot. Am 22. Nov. 1861 wurde Nr. 600 an Louis Dorus (1812 - 1896) verkauft, der sie bekanntlich später an seinen Schüler und Nachfolger Paul Taffanel (1844 - 1908) weitergab. Bereits am 14. November wurde eine ‚Flûte cylindrique, argent, garnie d’or‘ an einen Mr. ‚Letord, élève Taffanelle‘ verkauft. Das könnte vorliegende Nr. 606 sein (s. auch Monogramm 'L' auf Flöte und Etui).