* Erläuterungen zum Inventar siehe Legende

Objekt-Nr. 2014SB-217

Auguste Bonneville, Paris / F

Konische Piccoloflöte in C, System Böhm, Ringklappen, Holz, Nr. 3350

um 1910

Konstruktion: Cocusholz. 2teilig. Bohrung konisch. Garnituren und Mechanik Silber. Kopfstück mit Korkspindel und Indexstift (abgebrochen); kein Stimmzug. Mundloch mit Silberband ausgekleidet. 4 Ringklappen. Gis geschlossen. Daumenklappe für H/B mit Doppelloch. C/D- und Cis/Dis-Triller; Zusatzhebel für B.

Masse: Lt 32.2 / Ls 26.3 / Dm 11.2 – 9.1 / ML 11.2 x 9.0 / A1 = 440 Hz

Markierung: auf Kopfstück und Korpus / (Monogramm) / (in Oval) Ate / BONNEVILLE / A PARIS / 3350 /

Zustand: 2 = Kappe und Indexstift defekt. Gebrauchsspuren.
Spieleigenschaften: 3 = voller heller Klang. Intonation gut; D3 etwas hoch
Seltenheit: 2

Hersteller: Auguste Bonneville (ca. 1819 – 1893; Daten unklar) arbeitete erst für Clair Godfroy ainé, bevor er sich 1876 selbständig machte. Seine Flöten genossen einen ähnlich guten Ruf wie jene von Godfroy und von Louis Lot. Bonneville stellte neben wenigen konischen Ringklappen-Flöten (nach Boehm 1832) vorwiegend zylindrische Böhmflöten (meist aus Metall) her. Besonders seine Piccoli genossen einen sehr guten Ruf. Sein Sohn und Nachfolger Antoine B.(‚Societé Bonneville et fils’, 1876 - 1920) erhielt 1888 ein Patent für die ‚Anbringung von Ringklappen (anneaux mobiles) bei Zylinderflöten aus Metall’ (s. 2016-140). Die Datierung der Instrumente ist unsicher, da Aufzeichnungen der Firma Bonneville bisher fehlen. Bei einer angenommenen durchschnittlichen Produktion von 75 Ex./Jahr ab 1876 wurde Nr. 3350 um 1920 gebaut.

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