* Erläuterungen zum Inventar siehe Legende

Objekt-Nr. 2014SB-37

Konstruktion: Buchsbaum. 4teilig. D-Fuss. Bohrung konisch. Garnituren, Kappe und Indexstift der Korkspindel aus Elfenbein. Kopfstück ohne Stimmzug und ohne eingelegtes Metallrohr. Klappen aus (Neu?)Silber; Bocklagerung. Tonloch für F podestartig auf Rohr sitzend (= plane Fläche für Polster).

Masse: Lt 62.0 / Ls 53.5 / Dm 17.3 – 13.0 / ML 10.4 x 8.9 / A1 = ca. 440 Hz

Signatur: Kopfstück / (Krone) / W. LIEBEL. / DRESDEN / (Kreuz) / Mittel- und Herzteil / (Krone) / W. LIEBEL. / (Kreuz) / Fussteil / (Krone) / DRESDEN / (Kreuz) /

Zustand: 3
Spieleigenschaften: 2 angenehmer Klang, leichte Ansprache, dritte Oktave sehr leichtgängig. Intonation schwierig: Oktaven A1-A2, H1-H2 sehr eng, trotzdem 3. Oktave ab Fis3 zu hoch. Gabelgriffe relativ gut
Seltenheit: 3 frühes und seltenes Modell von Liebel (eckige Klappen)

Hersteller: Christian Wilhelm Liebel (1793 – 1871) wurde von seinem Vater Johann Gottfried Liebel in Adorf zum Instrumentenmacher ausgebildet und lernte später in Dresden, Berlin und Wien. Er führte von 1823 bis zum Tod 1871 seine eigene Werkstatt in Dresden. Liebels Flöten waren hochgeschätzt und wurden vom berühmten Flötisten Anton Bernard Fürstenau, später auch von dessen Sohn Moritz empfohlen. - Möglicherweise einzige erhaltene Flöte von Liebel mit eckigen Klappen; entspricht den früheren, klassischen Flöten des Dresdener Raumes (z.B. Grenser) und entstand wohl vor der typischen romantischen Liebelflöte (s. 2011-72).