Dies ist eine alte Version des Dokuments!


Objekt-Nr. 2014SB-80

Konstruktion: Grenadill. 3teilig (Herz- und Fussteil zusammen). H-Fuss. Bohrung konisch. Kopfstück mit Stimmzug; mit eingelegtem Messingrohr. Korkspindel mit Indexstift (Holz). Garnituren und Klappen aus Neusilber. Klappen einzelstehend; B-Klappe mit Zusatzhebel; D3/E3-Triller.

Masse: Lt 70.7 / Ls 63.5 / Dm 17.8 – 11.1 / ML 12.3 x 10.25 / A1 = ca. 435 Hz

Signatur: auf allen Teilen / (Schriftzug in Oval angeordnet) V. KOHLERT / SÖHNE / GRASLITZ / C /. Auf Mittelteil zusätzlich / ( 5-blättrige Blüte) / 282 865 /

Zustand: 2 Alte Polster, ev. original.
Spieleigenschaften: 3 heller, voller Klang. Intonation sehr gut. Etwas harte Klappenfedern
Seltenheit: 2 Instrument entspricht der gängigen deutschen Mehrklappen- Flöte des späten 19. / frühen 20. Jhdt. Solides und einstmals beliebtes Massenfabrikat.

Hersteller: Vincenz Ferarius Kohlert (1817 – 1900) betrieb von 1840 – 1880 in Graslitz/Sachsen eine erfolgreiche Firma für Holzblasinstrumente. Seine Nachfolge traten drei seiner Söhne (Rudolf, Daniel, Franz Josef) unter dem Markenzeichen ‚V. Kohlert Söhne Graslitz‘ an. Sie beschäftigten um 1930 rund 400 Mitarbeitende und produzierten eine breite Palette von Holzblasinstrumenten, u.a. ab 1900 auch Saxofone (und um 1940 tropenfeste Querflöten aus Plexiglas für das Afrika-Korps von Feldmarschall Rommel). Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Firma im nunmehr tschechischen Kraslice verstaatlicht und die Produktion unter dem Markennamen Amati weiter geführt.