* Erläuterungen zum Inventar siehe Legende

Objekt-Nr. 2016-140

Couesnon & Cie., Paris / F

Zylindrische Böhmflöte in C, Neusilber, mit Ringklappen

Beginn 20. Jhdt

Konstruktion: Neusilber, versilbert. C-Fuss. Kopfstück mit einfachem Stimmkorken und aufgesteckter Kappe. Ringklappen-Mechanik. Kamine gelötet, unter Ringklappen und Deckelklappen von unterschiedlicher Form. Tonlöcher kleiner als bei Böhmflöten mit Deckelklappen (Ausnahme Fussteil). G inline; Gis geschlossen. C/D- und Cis/Dis-Triller. Zusatzhebel für B.

Masse: Lt 66.2 / Ls 60.5 / Dm 19.0 / ML 12.1 x 10.2 / A1 = ca. 439 Hz

Signatur: auf Korpus / COUESNON & Cie / PARIS /.

Etui original ( ?)

Zustand: 3
Spieleigenschaften: 3 = heller, offener Klang. Intonation relativ gut, Cis2 und D2 hoch, A1 tief. Ringklappen gewöhnungsbedürftig
Seltenheit: 2

Hersteller: 1882 benannte Amédée Auguste Couesnon (gest. 1931) die von seinem Schwiegervater Pierre Gautrot übernommene Firma nach seinem eigenen Namen und entwickelte sie zu einem der grössten Musikinstrumenten-Hersteller der Welt. Die Firma produzierte kurz vor Ausbruch des 1. Weltkrieges in 8 Fabriken mit rund 1‘000 Mitarbeitern praktisch jedes Musikinstrument, viele davon in industrieller Massenfertigung. - Die Mechanik des vorliegenden Instrumentes entspricht den ‚anneaux mobiles’ von Auguste Bonneville (Patent 1888), insbesondere im Hinblick auf die Form der Tonkamine. Ringklappenflöten aus Neusilber waren gewichtsmässig etwas leichter, im Unterhalt anspruchsloser (u.a. weniger Polster) und in der Anschaffung wohl auch billiger als die üblichen Böhmflöten mit geschlossenen oder perforierten Klappendeckeln.

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