* Erläuterungen zum Inventar siehe Legende

Objekt-Nr. 2017-244

Konstruktion: Cocus (?). C-Fuss. 1. Kopfstück Neusilber, mit Kunststoff-Mundplatte. 2. Kopfstück (s. Abb.) mit ‚Reform‘-Mundloch nach Otto Mönnig. Korkspindel mit Indexstift (Metall). Mechanik Neusilber, versilbert. Klappendeckel geschlossen. G offset; Gis geschlossen. C/D- und Cis/Dis-Triller. Zusatzhebel für B. Demontable Handstütze (fehlt).

Masse: Lt 67.0 / Ls 60.3 / Dm 19.0/ ML 12.5 x 10.2 / 1. Kopfstück (Metall) A1 = ca. 440 Hz / 2. Kopfstück (Holz) A1 = ca. 438 Hz

Signatur: Auf 2. Kopfstück / (Krone zwischen 2 Sternen) / OTTO MÖNNIG / LEIPZIG / D.R.G.M. Nr. 219549 /(Monogramm) OM /. Auf Korpus / (Stern) / WUNDERLICH / MÖNNIG / „ORTHOTON“ / (Stern) / (Krone zwischen zwei Sternen) / OTTO MÖNNIG / LEIPZIG / (Monogramm) OM / 609 /. Auf Fussteil / „ORTHOTON“ /.

Zustand: 2 2. Kopfstück mit Riss am unteren Ende (repariert). Handstütze fehlt.
Spieleigenschaften: 3 voller, starker Klang. Intonation sehr gut
Seltenheit: 2

Hersteller: Otto Mönnig (1862 – 1943) repräsentierte in 4. Generation eine bekannte sächsische Musikinstrumentenmacher-Dynastie. Er zog um 1891 von Markneukirchen nach Leipzig, wo er erst zusammen mit seinem Bruder Moritz Max Mönnig (s. 2008-173), ab 1904 dann selbständig seine Werkstatt führte. Die Bezeichnung ‚Orthoton’ führte Otto Mönnig 1911 für seine Querflöten von gehobener Qualität ein. Der Name WUNDERLICH bezieht sich möglicherweise auf das 1912 eingeführte Böhmflöten-Modell ‚Wunderlich-Mönnig‘. - Das vorliegende Instrument verkörpert mit seiner soliden Mechanik, den grossen Tonlöchern und seinem kräftigen Ton die typische deutsche Böhmflöte des frühen 20. Jhdt. Ein Rückschluss aus der Nummerierung auf das Herstellungsjahr ist bei vorliegendem Instrument schwierig: Gemäss ‚The New Langwill Index‘ beginnen Mönnigs Seriennummern 1917 mit der Zahl 6000 und enden 1947 bei 8100..

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