Objekt-Nr. 2017-245

Werner Wetzel, Berlin / D

Zylindrische Bassflöte in C, System Böhm, Neusilber

um 1970

Konstruktion: Rohr und Mechanik Neusiber, versilbert. 3teilig. C-Fuss. Bohrung zylindrisch. Klappendeckel geschlossen; Griffhebel und -platten mit Perlmutt-Einlage. Dis-/Cis-/C-Klappen mit Rollen. E-Mechanik. Oberes Ende des Korpusrohres S-förmig gebogen. Auflageplatte für lk Zeigfinger. Handstütze (fehlt). Mundloch mit seitlichen Höckern (ähnlich Schwedler-Mundplatte).

Masse: Lt 97.0 / Ls nicht erhoben / Dm 28.45 / ML 13.6 x 11.5 / A = 440 Hz

Signatur: auf Korpus / 951 / (Stern) / WERNER WETZEL / BERLIN / (Stern) /

Koffer: original; aufsetzbares Mikrofon als Zubehör

Zustand: 2 = Gebrauchsspuren; Polster alt
Spieleigenschaften: 2 = tiefste Töne etwas schwer ansprechend
Seltenheit: 2

Hersteller: Werner Wetzel (1910 - 1995) erlernte den Beruf des Flötenbauers in Markneukirchen. Nach einigen Jahren als 'Klappenarbeiter' bei Gebr. Mönnig machte er seine Meisterprüfung und liess sich 1950 als selbständiger Holzblasinstrumentenbauer in Ost-Berlin nieder, wechselte aber noch vor dem Mauerbau nach West-Berlin. 1970 baute er zusammen mit dem Flötisten Thomas Pinschoff eine C-Bassflöte mit G-Fuss - das wegen seiner Länge senkrecht zu spielende, mit T-förmigem Kopfstück versehene 'Pinschofon'. Auch später war Wetzel vor allem als Alt- und Bassflöten-Spezialist bekannt. - Das vorliegende Instrument gehörte dem Schweizer Flötisten Aurèle Nicolet und fand bei verschiedenen Uraufführungen Verwendung.

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