Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

fr:2006-171 [2019/03/27 16:23] (aktuell)
admin angelegt
Zeile 1: Zeile 1:
  
 +* Erläuterungen zum Inventar siehe [[Legende]]
 +
 +==== Objekt-Nr. 2006-171 ====
 +
 +===== Friedrich August Lederer, Schöneck ​   / D =====
 +
 +===== Konische Flöte in C, Holz mit Metallkopf =====
 +
 +===== Typus Reform-Flöte nach Schwedler =====
 + 
 +===== anf. 20. Jhdt =====
 +
 +{{ :171-1.jpg |}}
 +{{:​171-2.jpg?​300|}}{{ :​171-5.jpg?​70|}}{{ :​171-8.jpg?​150|}}{{ :​171-7.jpg?​150|}}{{ :​171-3.jpg?​150|}}
 +
 +**Konstruktion:​** Grenadill. 3-teilig. H-Fuss. Kopfstück Neusilber, mit Stimmzug. Mundplatte aus Hartgummi, mit Schwedler – Mundloch. 20 Klappen aus Neusilber. Cis-Brille. D3/​E3-Triller. G3/​A3-Triller. Zusatzhebel für B-Klappe; 2. Zusatzhebel hierzu (rH 1) mit separtem Tonloch für E3/​F3-Triller. Säulchenlagerung;​ Achsen geschraubt. Keine D- und F-Mechanik. F wird herkömmlich mit Lang- und Kurz-F - Klappen erzeugt.
 +
 +**Masse:** Lt 71.5  Ls 64.0 / Dm 19.5 – 11.8 / ML 12.4 x 9.8 / A1 = 435 Hz
 +
 +**Signatur:​** nur auf dem Fussteil / (in Oval) A. LEDERER / SCHÖNECK ​ i. S. /.
 +
 +Etui original
 +
 +|**Zustand:​**| 2| ​  alte Polster|
 +|**Spieleigenschaften:​**| 2| weicher,​ etwas nasaler Klang; nicht optimal (Polster). Intonation gut|
 +|**Seltenheit:​**| 2|
 +**Hersteller:​** Näheres zur Reformflöte und zu Maximilian Schwedler siehe [[2008-172]].
 +
 +Friedrich August Lederer (1839 – 1922) begann 1865 in Schöneck (Sachsen) unter seinem Namen Holzblasinstrumente von hoher Qualität zu bauen. Er gehörte zu den ersten Instrumentenbauern im Vogtland, welche neben den  traditionellen Mehrklappenflöten auch die Reform-Flöte nach Schwedler und die damals in Deutschland noch wenig populäre Böhmflöte anboten. 1994 gingen Name und Produktion an die Firma Hammig über, doch führt der Bass- und Altflötenbauer Michael Lederer die Familientradition heute in 5. Generation weiter.  ​
 +
 +Die  vorliegende Flöte von Lederer wurde in sehr ähnlicher Form auch von Firmen wie etwa G. H. Hüller (Schöneck) und  Mollenhauer (Fulda) gebaut. Das vorliegende Modell verfügt als Charakteristika für den Schwegler’schen (Reform-) Flötentypus neben den Trillern D3/E3 und G3/A3 u.a. auch über die sog. Cis-Brille (zusätzliches kleines Tonloch zwischen den Ringklappen für lH 1 und 2; schärft das tedenziell zu tiefe Cis).
  • von admin