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admin
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 Ein wichtiges Anliegen ist mir, dass die Instrumente spielbar sind: Sie wurden zur Klangerzeugung geschaffen, und sie sollen diese Funktion auch als historische Zeugnisse noch erfüllen können. Viele meiner Flöten erhalte ich in vernachlässigtem Zustand: Sie sind offensichtlich während Jahren oder Jahrzehnten nicht mehr gespielt, manche zuvor schon schlecht behandelt und die meisten ungünstig gelagert worden. Um wieder spielbar zu werden, müssen sie sorgfältig gereinigt, die Polster erneuert, die Mechanik geölt und einreguliert,​ Federn und Stimmkorken ersetzt werden. Besonders anspruchsvoll ist die Reparatur von Rissen im Holz oder Elfenbein, Ersatz fehlender Teile wie Klappen, Ringe, Zapfen oder Kappen, etc. Diese Arbeiten erfordern hohe Fachkompetenz,​ sind oft zeitaufwändig und werden am besten erfahrenen Instrumentenbauern überlassen - was mit entsprechenden Kosten verbunden ist. Natürlich bedeutet jede Reparatur einen Eingriff in die Originalsubstanz des Instrumentes. Deshalb sollten ersetzte Teile aufbewahrt und tiefergreifende Massnahmen - etwa das Schliessen von grösseren Rissen oder Absplitterungen bei Holzflöten - dokumentiert werden, denn solche Eingriffe (z.B. bei Verwendung von Kunstharz-Klebern) sind meist irreversibel. Ein wichtiges Anliegen ist mir, dass die Instrumente spielbar sind: Sie wurden zur Klangerzeugung geschaffen, und sie sollen diese Funktion auch als historische Zeugnisse noch erfüllen können. Viele meiner Flöten erhalte ich in vernachlässigtem Zustand: Sie sind offensichtlich während Jahren oder Jahrzehnten nicht mehr gespielt, manche zuvor schon schlecht behandelt und die meisten ungünstig gelagert worden. Um wieder spielbar zu werden, müssen sie sorgfältig gereinigt, die Polster erneuert, die Mechanik geölt und einreguliert,​ Federn und Stimmkorken ersetzt werden. Besonders anspruchsvoll ist die Reparatur von Rissen im Holz oder Elfenbein, Ersatz fehlender Teile wie Klappen, Ringe, Zapfen oder Kappen, etc. Diese Arbeiten erfordern hohe Fachkompetenz,​ sind oft zeitaufwändig und werden am besten erfahrenen Instrumentenbauern überlassen - was mit entsprechenden Kosten verbunden ist. Natürlich bedeutet jede Reparatur einen Eingriff in die Originalsubstanz des Instrumentes. Deshalb sollten ersetzte Teile aufbewahrt und tiefergreifende Massnahmen - etwa das Schliessen von grösseren Rissen oder Absplitterungen bei Holzflöten - dokumentiert werden, denn solche Eingriffe (z.B. bei Verwendung von Kunstharz-Klebern) sind meist irreversibel.
  
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 \\ //Flöte von Johann Joseph Ziegler (Wien, um 1855) vor und nach der Reparatur durch Björn Kempf, Berlin. Holzflöten des 19. Jhdt aus England, Deutschland und Österreich verfügen oft über Kopfstücke mit einem eingelegten Metallrohr. Dies führt im Lauf der Zeit häufig zu Rissen im äusseren Rohrmaterial (nebst Holz oft auch Elfenbein), weil es im Gegensatz zum stabilen Innenrohr durch die Austrocknung schrumpft.//​ \\ //Flöte von Johann Joseph Ziegler (Wien, um 1855) vor und nach der Reparatur durch Björn Kempf, Berlin. Holzflöten des 19. Jhdt aus England, Deutschland und Österreich verfügen oft über Kopfstücke mit einem eingelegten Metallrohr. Dies führt im Lauf der Zeit häufig zu Rissen im äusseren Rohrmaterial (nebst Holz oft auch Elfenbein), weil es im Gegensatz zum stabilen Innenrohr durch die Austrocknung schrumpft.//​
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