Konstruktion: Rohr und Mechanik Neusiber, versilbert. 3teilig. C-Fuss. Bohrung zylindrisch. Klappendeckel geschlossen; Griffhebel und -platten mit Perlmutt-Einlage. Dis-/Cis-/C-Klappen mit Rollen. E-Mechanik. Oberes Ende des Korpusrohres S-förmig gebogen. Auflageplatte für lk Zeigfinger. Handstütze (fehlt). Mundloch mit seitlichen Höckern (ähnlich Schwedler-Mundplatte).
Masse: Lt 97.0 / Ls nicht erhoben / Dm 28.45 / ML 13.6 x 11.5 / A = 440 Hz
Signatur: auf Korpus / 951 / (Stern) / WERNER WETZEL / BERLIN / (Stern) /
Koffer: original; aufsetzbares Mikrofon als Zubehör
| Zustand: | 2 | = Gebrauchsspuren; Polster alt |
| Spieleigenschaften: | 2 | = tiefste Töne etwas schwer ansprechend |
| Seltenheit: | 2 |
Hersteller: Werner Wetzel (1910 - 1995) erlernte den Beruf des Flötenbauers in Markneukirchen. Nach einigen Jahren als 'Klappenarbeiter' bei Gebr. Mönnig machte er seine Meisterprüfung und liess sich 1950 als selbständiger Holzblasinstrumentenbauer in Ost-Berlin nieder, wechselte aber noch vor dem Mauerbau nach West-Berlin. 1970 baute er zusammen mit dem Flötisten Thomas Pinschoff eine C-Bassflöte mit G-Fuss - das wegen seiner Länge senkrecht zu spielende, mit T-förmigem Kopfstück versehene 'Pinschofon'. Auch später war Wetzel vor allem als Alt- und Bassflöten-Spezialist bekannt. - Das vorliegende Instrument gehörte dem Schweizer Flötisten Aurèle Nicolet und fand bei verschiedenen Uraufführungen Verwendung.