Legende

Objekt-Nummer: Erste vier Ziffern = Jahr des Objekt-Erwerbes. SB = ex Sammlung Bopp. Folgende 1-3 Ziffern = laufende Objekt-Nummerierung. D = Objekt von geringerem Sammlerwert, deshalb im Depot und ohne Fotos.

Land: Bezeichnung gemäss intl. Abkürzungen

Konstruktion: Eine genaue Bestimmung der verwendeten Hölzer und Metalle ist nicht in jedem Fall oder nur durch aufwändige Analysen möglich. Unsichere Angaben sind mit (?) bezeichnet

Masse: in cm. Variabilität ca. 2-3 mm, z.B bei Radiusmessungen (Rohre oft nicht kreisrund).

Lt = Länge total: Oberkante Kappe (ohne Indexstift) bis Fussende (Flöte völlig zusammengesteckt)

Ls = sounding length: Mitte Mundloch bis Fussende =. Länge der schwingenden Luftsäule im Flötenrohr bei vollständig zusammengestecktem Instrument ( = Hinweis auf die höchstmögliche Stimmung des Instrumentes)

Dm = Durchmesser: oberes Ende des Mittelteils, bei Stimmzügen unteres Ende des Kopfstückes, resp. seines Innenrohres. Bei konischer Bohrung zudem unteres Ende des Fussteils (ergibt einen Eindruck vom Verlauf der ‚Steigung‘ des Konus innerhalb des Rohres, der allerdings oft nicht linear verläuft)

ML = Mundloch: Durchmesser längs x Durchmesser quer

A1 = Referenzton: in Hertz (Hz), in höchstmöglicher Stimmung (Flöte völlig zusammengesteckt); ermittelt bei ca. 20° und nach kurzer Erwärmung des Instrumentes. Höhe des Referenztones ist vom individuellen Ansatz des Spielers abhängig und gibt einen ungefähren Wert an (Varianz +- 5 Hz).

Signatur: Symbole in Klammern ( ); Buchstaben in GROSSSCHRIFT (unabhängig vom Schrifttyp auf dem Instrument); Unterteilung der Zeilen mit / . Zahlen bezeichnen in der Regel die Seriennummer des Instrumentes oder die Nummer des Wechselstückes (Corps de rechange).

Flötenteile: Kopfstück (einschliesslich des Stimmzuges, falls vorhanden); Mittelteil mit Grifflöchern für die linke Hand (lH); Herzteil (nur bei 4teiligen Flöten) mit Grifflöchern für die rechte Hand (rH); Fussteil; Korpus (falls Mittel- und Herzteil in einem Stück); Garnituren (in der Regel Ringe); Kappe (Abschlussdeckel am oberen Ende des Kopfstückes); Stimmzug (ermöglicht das Ausziehen des Kopfstückes zur Verlängerung der Ls zur Erzielung einer tieferen Stimmung; in Form eines separaten ummantelten Metallrohres, in welches das (Innen-)Rohr des Kopfstückes gesteckt wird); Korkspindel (Gewinde am Stimmkorken, welches dessen Verschiebung durch Drehen der Kappe ermöglicht); Indexstift (am Gewinde der Korkspindel angebrachter und oft mit Markierungen versehener Stift, welcher durch ein Loch in der Kappe führt und die Position des Stimmkorkens anzeigt); Registerfuss (ein ins untere Rohrende eingefügtes Rohr, welches durch Ausziehen die Ls verändert und eine Korrektur des Stimmung ermöglicht).

Klappen: Als Klappe wird jener mechanische Teil bezeichnet, der ein eigenes Tonloch schliesst, resp. öffnet. Zusätzliche Hebel, welche auf eine Klappe einwirken (z.B. für einen alternativen Fingergriff), werden nicht als Klappe gezählt und separat aufgeführt.

Polster: Wenn nicht anders vermerkt, Filzpolster, bei Böhm-Flöten mit sog. Fischhaut überzogen. Andere Materialien oder Formen (z.B. Leder, Kork, Zinnpolster etc.) sind speziell vermerkt. Bei den meisten historischen Flöten sind die Polster nicht mehr original, resp. nicht eindeutig als solche zu erkennen.

Etui/Kasten: nur originale Etuis/Kasten sind aufgeführt

Stimmung: Nachdem in früheren Zeiten die Stimmung einer Flöte nach ihrem beim ‘6 Fingergriff‘ (alle ohne Klappen greifbaren Fingerlöcher geschlossen) erklingenden Ton - oft D - bezeichnet wurde, wird heute C als Referenzton genommen. So klingt z.B. der C-Griff auf einer Terzflöte wie ein Es - entsprechend ist die Terzflöte 'in Es' gestimmt.


Zustand:

1 Zustand mässig: Starke Gebrauchsspuren, wie z.B. nicht oder schlecht reparierte Defekte wie Risse oder Absplitterungen im Holz, Elfenbein oder Horn; Metallteile mit starken Dellen, Kratzern oder abgenutzter Oberfläche; Klappenmechanik mit verbogenen, gebrochenen oder fehlenden Teilen. Nicht alle Teile original; nicht alle Teile funktionsfähig

2 Zustand gut: Mässige Gebrauchsspuren. Keine oder befriedigend reparierte Defekte. Alle Teile original (Ausnahme: Polster und Kleinteile wie z.B. Federn, Schrauben) und funktionsfähig

3 Zustand sehr gut: Wenige Gebrauchsspuren. Alle Teile original (Ausnahme: Polster und Kleinteile) und voll funktionsfähig


Spieleigenschaften:

1 Nicht oder schlecht spielbar: Töne sprechen nicht an; Intonation problematisch

2 Anspielbar: Töne sprechen an, wenn auch nicht immer optimal. Intonation befriedigend

3 Gut spielbar: Töne sprechen gut an. Intonation gut


Seltenheit:

1 Typus oder Marke häufig: Instrumente noch in Produktion oder in grösserer Zahl vorhanden. Relativ leicht erhältlich.

2 Typus oder Marke nicht häufig: Relativ wenige Instrumente vorhanden. Gelegentlich noch erhältlich.

3 Typus oder Marke selten: Nur wenige Instrumente vorhanden. Nicht oder kaum mehr erhältlich.


Hersteller: Angaben fussen zumeist auf The New Langwill Index. A Dictionary of Musical Wind-Instrument Makers and Inventors, by William Waterhouse. Verlag Tony Bingham, London 1993. Allfällige weitere Quellen finden sich unter Bücher, Kataloge, Artikel

  • (Externe Bearbeitung)